Mechanische Schließzylinder - Systeme & Funktion

Bildquelle: Roman Bracht Fotografie

 

Am Anfang war der Schließzylinder.

Erfinder des Zylinderschlosses ist der Amerikaner Linus Yale. Die Patentschrift datiert auf das Jahr 1844 und wurde zum Grundstein aller heutigen Schließsysteme.

 

Wie funktioniert denn nun ein Schließzylinder?

Die wesentlichen Bestandteile eines Schließzylinder sind neben dem Zylindergehäuse der Zylinderkern, der Schlüsselkanal, die Stiftzuhaltungen sowie der Schließbart, der mit seinem Mitnehmer die Betätigung des Einsteckschloss ausführt. 

Im Normalzustand, bei nicht eingeführtem Schlüssel, befinden sich die Stiftzuhaltungen (Kern- und Gehäusestifte) in der durch den Federdruck  und je nach Stiftgröße bedingten, definierten Grundstellung. Dadurch versperren die Gehäusestifte die Trennlinie zwischen Zylindergehäuse und Zylinderkern. Dadurch verhindern Sie die Drehung des Zylinderkerns und die Betätigung des Schließbart. Somit findet auch keine mechanische Betätigung des Einsteckschloss der Tür statt. Wird nun der passende Schlüssel eingeführt, bringt dieser durch seine Profilierung die Stifte in die richtige Position. Es entseht eine saubere Trennlinie zwischen Zylindergehäuse und Zylinderkern. Der Zylinderkern kann nun gedreht werden, der Schließbart wird betätigt und bedient die Mechanik des Einsteckschloss: Die Tür öffnet - oder schließt.

Welche Schließsysteme sind möglich?

Viele Hersteller bieten viele verschiedene mechanische Schließsysteme an. Deutschland ist in der glücklichen Lage in diesem Bereich eine Vielzahl qualitativ hochwertig produzierende Hersteller zu beheimaten. Der überwiegende Teil plant und fertigt noch am Standort Deutschland.

Die technischen Möglichkeiten sind vielfältig. Oftmals haben die Kunden die Qual der Wahl oder sind schlichtweg überfordert aufgrund der Fülle an Herstellern und Systemen. Deshalb hier nun ein kurzer Überblick über die verschiedenen Lösungen. Am Ende entscheiden meist drei Kriterien: Sicherheitsanforderung, Größe der geplanten Anlage und Design.

 

Zackenschlüssel, Wendeschlüssel, Sonderprofile...

Bildquelle: Roman Bracht Fotografie

Zackenschlüsselprofile

  • Konventionelles Schlüsselprofil
  • Patentrechtlich geschützte Systeme
  • Mit und ohne technischem Kopierschutz
  • Untere bis mittlere Preisklasse
  • Für Kleinst- bis Großschließanlagen

 


Bildquelle: Roman Bracht Fotografie

Wendeschlüsselprofile

  • Wendeschlüsselprofil
  • Patentrechtlich geschützte Systeme
  • Meist mit  technischem Kopierschutz
  • Mittlere Preisklasse
  • Für Kleinst- bis Großschließanlagen

Bohrmuldenwendeschlüsselprofile

  • Bohrmuldenwendeschlüsselprofile
  • Patentrechtlich geschützte Systeme
  • Mit technischem Kopierschutz
  • Mittlere bis obere Preisklasse
  • Für Kleinst- bis Großschließanlagen
  • Höchste Sicherheitsstufen sind realisierbar

Sonder- und Spezialprofile

  • Spezielles Schlüsselprofil
  • Patentrechtlich geschützte Systeme
  • Mit technischem Kopierschutz
  • Obere Preisklasse
  • Für Kleinst- bis Großschließanlagen
  • Besondere Sicherungsmaßnahmen durch Einsatz von beispielsweise Magnetcodierung oder Profilkanälen. Höchste Sicherheitsstufen sind realisierbar.

Mehr Informationen unter:

http://www.thurner-sicherheitstechnik.de/schlie%C3%9Fanlagen-mechanisch/

 

Weitere Informationen gerne auch in einer persönlichen Beratung!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0